[uplug] COM/Parallel Port für moderne Rechner

Lutz Dittrich dittrich.lutz at googlemail.com
Sa Feb 2 19:29:53 CET 2008


Hallo,

2008/2/2, Andre Kloth <kloth at cs.uni-potsdam.de>:

> > Auf dem LPC-E2294 Board von Olimex ist der USB<->RS232 Adapter schon
> > eingebaut. Ausserdem hat das Board auch einen 10MBit/s Ethernetanschluss.
>
> Das Board erinnert mich eher an ein FPGA-Entwicklerboard als an ein
> Microcontroller-Kit. Das genannte Board wirst du doch eher nicht dazu
> benutzen, deine Firmware auf einen Chip zu spielen und anschliessend in
> einer eigenen Schaltung zu betreiben.
Gut. Es ist eher ein Evaluationsboard als ein Prototypingboard.
Evaluationsboards haben viele Vorteile. Sie sind oft gut dokumentiert
und werden von vielen Leuten benutzt. Dadurch bekommt man leichter
Support und kann von den Erfahrungen anderer profitieren. Sie sind
auch für Einsteiger besonders interessant, da man leicht viele
Beispielprogramme  findet. Diese Beispielprogramme lassen sich dann
auch ohne Modifikationen direkt ausprobieren und führen schnell zu
Erfolgserlebnissen. {@Andre-> Wie lange hat es bei Dir gedauert bis du
mit dem PIC18F2550 eine LED blinken lassen konntest? Und du musstest
den Kram nicht mal selbst zusammenlöten :-). <- at Andre}

> Zum Rumspielen sind Bausteine mit
> DIL-Gehaeuse irgendwie einfacher zu handhaben.

Ok, DIL-Gehäuse lassen sich leicht auf ein Bread-Board stecken und
beim Löten haben auch Grobmotoriker eine Chance. Allerdings ist die
Auswahl an Mikrocontrollern mit DIL-Gehäuse beschränkt und nimmt
weiter ab. Es lassen sich einige 8-Bit-Rechner finden und auch ein
paar 16-Bit-Varianten. Mir fällt aber Momentan kein 32-Bit-Controller
ein, der im DIL-Gehäuse erhältlich wäre. Der LPC2294 ist ein ARM7,
also ein 32-Bit-Mikrocontroller. Die haben nun mal von natur aus ein
paar "Beinchen" mehr und benötigen deshalb kleinere Bauformen. Auf dem
Olimex-Board ist eine TQFP-Bauform drauf. Die lässt sich auch noch per
Hand löten. Ich habe mal einen LPC2148 im TQFP64-Gehäuse auf einer
Lochrasterplatine (Freiluftverdrahtung) betrieben. Der nutzte immerhin
USB, I2C, RS232 (mit Level-Shifter), 5 LEDs und einen ADC-Kanal.

> Schon benutzt: I2C, RS232/Parallel, ZigBee.
> Interesse haette ich an: USB und Bluetooth, wobei ja USB ziemlich fummelig
> vom Timing her sein soll ...
>
zum Thema USB: Timing wird erst wichtig, wenn es um hohe Datenraten
geht. Die Probleme fange aber schon viel früher an. Ich kenne bisher
die USB-Kontroller vom PIC18F2550 (und ähnliche) sowie die vom
LPC2148. Diese beiden Kontroller sind völlig verschieden und arbeiten
auf unterschiedlichen Abstraktionsebenen. Das USB-Protokoll ist sehr
komplex, man braucht daher schon recht lange um alles in den Griff zu
bekommen.

>
> FPGA: Xilinx-ISE (unter Windows und Linux)
>
Ich möchte diese Stelle nutzen um die Firma Xilinx zu loben. Sie haben
sich wirklich viel Mühe gegeben ihre Entwicklungsumgebung auch unter
Linux lauffähig zu machen. Als ich das erste Mal mit FPGAs in
Berührung kam, war die ISE-Webpack-Version 6.2 aktuell. Die gab es
damals auch schon für Linux, benutzte aber irgendwelche Wrapper um die
Windows-Software unter Linux laufen zu lassen. Ich momentan wieder
verstärkt mit FPGAs zu tun und deshalb die aktuelle Version 9.2
installiert. Offiziell werden nur Red Hat Enterprise - Versionen
unterstützt, es sollte sich aber fast überall installieren lassen. Ich
musste mir nur eine alte libstdc++ Version besorgen
(gcc-3.2.irgendwas), und schon lief es auf meinem Gentoo. Mittlerweile
laufen die Programme von Xilinx dank Qt auch nativ unter Linux. Es
funktioniert alles so, wie es soll. Also nochmal, danke Xilinx, ihr
seid auf dem richtigen Weg! Jetzt müsst ihr nur noch den Quellcode
veröffentlichen und die Welt ist wieder in Ordnung :-).

Lutz



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