[uplug] OT: StGB §202c

Sebastian Zschernig zscherni at arcor.de
Fr Okt 19 00:17:33 CEST 2007


Am Donnerstag, 18. Oktober 2007 23:50 schrieb Hermann Schwarting 
<hfs at gmx.de>:
> Am Donnerstag, 18. Oktober 2007 schrieb Sebastian Zschernig:
> > Selbst wenn (höchst hypothetisch) der „Hersteller“ des tools in
> > der Beschreibung desselben diesen Zweck formulieren würde, könnte
> > jemand das tool zu einem legalen Zweck nutzen wollen.
>
> Das ist gar nicht so hypothetisch. 

Mit hypothetisch meinte ich:
Der Programmierer schreibt zu seinem Programm: „Dieses Programm hat den 
Zweck, Straftaten auszuführen.“ 

Eine Straftat stellt das Ausspähen von Daten ja nur dar, wenn man es 
nicht darf. Und ein Admin kann ja an verschlüsselten eigenen Daten 
probieren, das darf er, das ist also keine Straftat. („unbefugt, nicht 
für ihn bestimmte Daten“)

Und infrage kommende Programme können alle diesen legalen Zweck haben. 
(Selbst wenn der Programmierer das Gegenteil behaupten würde.) Oder 
eben auch nicht. Was ist Zweck und was ist Möglichkeit. Kann man nun 
wirklich auf dieses „Probegerichtsverfahren“ gespannt sein.

> Lustig, wenn’s nicht so traurig wär :(  Mai im Bundestag, seit 11.
> August gültig.

Is ja wirklich traurig. Aber ich glaube das ist immer so, wenn man sich 
mit irgendwas beschäftigt, dass man dann sieht, das so ziemlich alles 
so ziemlich unsinnig läuft, was sich Menschen so ausdenken, um die Erde 
am Laufen zu halten ;)

lG

S.

-- 
Ich bin doch lieber jeden Tag glücklich als im Recht.
(Slartibartfast/Douglas Adams)



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