[uplug] upLUG macht Schule: Das Video-Projekt

katjas kasst at t-online.de
So Okt 7 13:55:16 CEST 2007


Am Sonntag, 7. Oktober 2007 11:45 schrieb Hartmut Noack:
> Hallo Thomas,
>
> Thomas Orgis schrieb:
> > Am Fri, 05 Oct 2007 15:38:45 +0200
> >
> >
> > Die Tonspur verändern ist schon ein zusätzlicher Trick?
>
> Die Tonspur kann man verändern, wenn der eigentliche Film schon (grob)
> geschnitten ist. Sobald man einen Roh-Schnitt hat, kann man da
> weitersehen...
>
> > Minimum für mich scheint:
> >  - schnipseln
> >  - zusammenpacken, mit ein paar Übergängen (hart, Schwarzblende,
> > Überblenden, meinetwegen auch mal was bewegtes)
> >  - Texte rauf
>
> Bis dahin kommt man mit KINO,
>
> >  - Musik drunterlegen; Originalton laut/leise je nach Situation
> > UND/ODER mit Mikro drüberlabern
> >
> > Ohne den letzten Punkt wird es glaube ich schwer, da Spaß reinzubringen.
> > Brauch man für das schon den Holzhammer mit Cinelerra?
>
> Nein, man kann sehr viel besser mit Ton arbeiten, wenn man den Film in
> eine Jacksession einbindet, in der richtige Audiotools laufen
> (namentlich Ardour) alles andere ist Gaslicht.
>
> Allerdings braucht man Cinelerra, wenn man beides gleichzetig machen
> will. Ich kenne ein Paar Leute von der HFF Potsdam, die regelmässig
> professionell Kurzfilme und Dokus produzieren und die beginnen mit dem
> Ton *immer* erst nachdem der eigentliche Film fertig ist. Ausser bei
> Musikvideos kommt da keiner auf die Idee, am Ton, der letztlich auch
> tatsächlich im Endresultat zu hören sein soll, herumzudoktern, während
> der Film noch geschnitten wird.
>
Hi Hartmut,

ich war Produktionsleiterin im DEFA-Dokflmstuio.
Die Endfertigung sieht im professionellen Bereich so aus:
1. Dreh mit Originalton, dann wird der Bild automatisch mit dem Bild
	 geschnitten, denn es befindet sich auf der Tonspur unter der Bildspur.
2. Dreh ohne Ton, also *stumm*, dann erfolgt nach dem eigentlichen Schnitt die
	 Nachvertonung, die dann zum Bild passen muß. D.h.: es wird auf das Bild
	 synchronisiert, um alles Lippengenau zu haben.
	 Die Synchronisation erfolgt aber in einem speziellen Synchronstudio.
Da Ihr aber nur einen normalen Videodreh zur Demonstration macht, würde ich 
vorschlagen ihr nehmt den Originaltin, der zum Bild automatisch synchron ist,
und schneidet das zusammen.
Ich habe das auch schon so gemacht, aber mit semiprofessioneller Technik.
Leider kann ich nicht helfen, da ich z.Zt. in Bayern bin.

Grüße und viel Spass
Katja

> Will man letzteres machen (z. B. für ein Musikvideo), muss man mit
> erheblichem Mehraufwand rechnen und braucht ein Tool wie Cinelerra, das
> einigermassen für Audioschnitt geeignet ist. Cinelerra ist aber gerade
> in Sachen Tonspur schwer bedienbar bzw. hochgradig gewöhnungsbedürftig.
>
> > Nunja, aber vielleicht ist Kino echt einfach, wenn man keine Timeline
> > gewohnt ist. Und wenn's nicht abschmiert.
>
> Das einzige Problem, das ich hier mit Kino bisweilen beobachte, ist eine
>  nicht ganz saubere Darstellung des Films. In Extremsituationen (wenn
> z.B. die Soundkarte von Jack belegt ist), kann es dazu kommen, dass der
> Film schneller läuft als er soll. Wenn man Kino alleine laufen lässt,
> habe ich auch sowas noch nicht beobachtet - abgeschmiert ist es mir noch
> nie....
>
> >> http://dynebolic.org/
> >
> > Bin ich mal drauf gestoßen... weiß es noch nicht so recht einzuordnen.
>
> Ist eine Mediaproduktionsdistro mit eigenem Kernel und Paketformat,
> wenig Hardwareanforderungen und XFCE-Desktop.
>
> >> keine Beschränkungen, was Videocodecs angeht. Kann aber sein, dass es
> >> nur mit Framebuffer läuft, prop. Videodriver gehen nicht. Muss man
> >> dann vorher checken.
> >
> > Da uns 3D sch***egal ist, wird doch auch eine nVidia Graphikkarte mit
> > dem OpenSource 2D Treiber laufen.
>
> Leider nicht ganz richtig. Einige aktuelle Chips können z.B. mit dem
> freien Treiber nicht die Frequenz/Auflösung erzeugen, die bestimmte
> Bildschirme brauchen (besondes bei TFT ein Problem). Ausserdem braucht
> zumindest Cinelerra funktionierenden OpenGL-Support um richtig rund zu
> laufen.
> Muss man also probieren.
>
> >> Ich denke, wenn wir uns für die Videosache auf die Einzelplatzechner
> >> in den Kabinetten verlassen, sind Probleme aller Art vorprogrammiert.
> >> Schön, wenn sie gehen, ansonsten bringe ich auf jeden Fall meine zwei
> >> Kisten mit.
> >
> > Der Witz mit dem DV Video ist doch eigentlich, dass alles Schön per
> > Software geht.
> > Keine spezielle Hardware, nur die irgendwo vom Camcorder eingespielten
> > Dateien.
> > Video per Xv abspielen ist wirklich kein Problem.
>
> Normalerweise nicht - verlassen darauf nicht man sollte es.
>
> > Wenn wir eine LiveDVD mit dem Schnittprogramm haben, was soll
> > schiefgehen?
> >
> > Aber bring ruhig deine Kisten mit - da die Installationen
> > erwiesenermaßen produktiv funktionieren (Ich hoffe mal;-).
> > Von mir kommt (via Franks Auto) eine AthlonFX Kiste mit 200G freier
> > und schneller Festplatte und mehreren Netzwerkkarten, so dass wir
> > schnellstmöglich auch an mehrere Schnittplätze die Daten liefern können.
> > Werde wohl auch sicherheitshalber einen 8er Switch und Kabel
> > mitbringen... ist vielleicht auch ganz schlau, sich vom normalen
> > Pool-Netz zu trennen (Hermann: Meinung dazu?).
> >
> > Hartmut, kannst du eigentlich morgen zum Treffen kommen?
> > Uns (mir) ein bissl Mut machen...
>
> Ich war mit Frank in Brandenburg wegen BLIT - war das das Treffen? ;-)
>
>
> alles Gut :-)
>
> HZN
>
> _______________________________________________
> upLUG mailing list
> upLUG at uplug.de
> https://mail.asta.uni-potsdam.de/mailman/listinfo/uplug



Mehr Informationen über die Mailingliste upLUG