[uplug] Server unter debian -unstable- installieren undeinrichten?

Lars Ellenberg l.g.e at web.de
Mi Nov 5 20:06:03 CET 2003


von wegen Sun ... du hast nicht zufällig ne sparc64 an der hand?
ich bräuchte da mal wieder zugang zu *linux* auf *sparc64* 
um 32/64 bit ioctl compatibilität zu testen...

/ 2003-11-05 19:09:13 +0100
\ Stefan Kuehn:
> > von wegen selbst compilieren: das kernel kannst du dir schon
> > masschneidern, denk ich, das schaded nix...
> > dann kannst du auch gleich md, lvm und ext3 fest einbauen.
> md? Steht fuer metadevice und wird fuer das lvm benutzt?

MD: so heisst linux' software raid.

> > lass auf jeder was frei für windows (falls du soviel platz
> > brauchst)....
> Wieso fuer Windows?

oops, da hab ich wohl mehrere mails durcheinandergebracht...
vergiss es einfach :-)

> > auf hda und hdc jeweils eine linux swap partition.
> > (load balancing wird dann intern gemacht.)
> > wenn du wirklich willst, kannst du auch swap über md machen, aber
> > ich täts lassen... falls dann allerdings eine deiner platten
> > kaputt geht, und der swap war aktiv, dann
> > hasdemarichtichpechjehabt,keule!
> Ja, das ist bei meinem "zuHause"OS auch so, allerdings stirbt der bei jedem
> HDD-Fehler wenn / oder swap betroffen ist. Dann aber schreibt er den Core
> auf die noch verbleibende HDD und schon kann ich wieder analysieren.
> Stellt sich die Frage ob debian bei einem kernel-crash einen
> core rausschreibt und wie.

ne, ein PC hat kein so schickes boot prom wie ne sun,
das bios ist nicht in der lage, da noch irgendwas zu retten...
es ist möglich, dass es da developer patches gibt, die dir
tatsächlich bei kernel panic n "echten" core dump machen,
[bzw. das zumindes versuchen. bei kernel panic ist auf kernel code
 halt kein verlass mehr :-) ] aber lass das mal lieber, da hast du
keine freude dran.

> > jetzt zum rest:
> > md (software-)raid1 über den rest von hda und hdc,
> > lvm über md0 und evtl. auch über einen teil von hdb.
> Hmm, hier sehe ich dann doch Unterschiede
> Nur um das verstanden zu haben, ich kreiiere ein raid ueber alles und
> teile es spaeter via lvm wieder auf?

so würde ich das machen, ja. MD software raid (du wolltest daten sicherheit),
plus LVM (du wolltest snapshots).

> Normalerweise kenne ich die Variante, dass ich jede einzelne
> Partition (aka slice) 1:1 gegen eine gleich grosse auf einer
> anderen HDD spiegele

ja, das wäre jetzt halt md software raid über den "rest"
von hda und hdc.  md hat aber keine snapshot funktionalität.
und du willst vermutlich "/" nicht im gleichen file system
haben wie "/home". auch willst du mit sicherheit nicht
 mehrere software raids über die gleichen spindls definieren
[ DON'T!! md0 = raid1(hda6 && hdc6); md1 = raid1(hda7 && hdc7),
oder (GANZ FALSCH) raid1(hda6 && hda7) ], sonst hast du ein
echtes performance problem.
deshalb lvm, was auch viel flexibler ist.

mit der kombination kann man (wenn man entsprechend viele platten
hat) sogar ne recht performante "raid10" lösung in software basteln,
in dem man LVM "stripes" über mehrere MD raid1 (oder raid5) legt...

wenn du auf lange sicht planst, nimm gleich lvm2, braucht aber den
dm ("device mapper") patch für linux 2.4.X und ein paar user tools. 
dafür bist du dann später beim umstieg auf 2.6 gleich richtig rum dabei.

> Um das zu verstehen, werde ich wohl jede Menge manpage lesen muessen.
:-)
so viele sind das gar nicht...
aber wo du sowieso grad beim lesen bist, und offenbar über
datensicherheit und verfügbarkeit nachdenkst:
 http://www.linux-ha.org
 http://www.drbd.org

und wegen deiner dritten festplatte: du kannst natürlich da auch
noch eine partition als "hot spare" für das software raid
reservieren...
ich weiss ja nicht, wieviel platz du "verschenken" willst...

> > war das so in etwa was du dir unter antwort vorstelltest?
> Das war deutlich mehr als ich erwartet habe und nun habe ich jede Menge zu tun.

*freu* [ ich werd doch so gerne gelobt ;^) ]

	Lars



Mehr Informationen über die Mailingliste upLUG